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Die vier Orte ... 

Fischbach

Mattesäcke (Quarkbeutel, Hinweis auf Viehwirtschaft)

Der Ort wurde erstmalig 1103 in einer Urkunde von Kaiser Heinrich IV. erwähnt. 
Die Geschichte des Ortes wurde durch das Geschlecht derer von Wangenheim mit geprägt. So wurde von 1587 bis 1639 das Schloss Fischbach von ihnen erbaut. Inzwischen ist das Schloss in Gemeindebesitz und beherbergt die Verwaltung der Gemeinde Emsetal. Mit der Entwicklung der Technik wurden viele Beschäftigungszweige, die sich aus Wald- und Viehwirtschaft entwickelt hatten, aufgegeben und durch die landwirtschaftlich günstige Lage der Weg zum Erholungsgebiet ermöglicht. Nach 1945 begann man intensiv mit dem Aufbau des Fremdenverkehrs. Mit der Errichtung der Bergbühne und des naturnahen Kurpark 1953 wurde dazu ein wichtiger Grundstein in der Entwicklung als Erholungsort gelegt. Die alljährlich auf der Bergbühne stattfindenden Veranstaltungen von Mai bis September dienen zur Pflege des Brauchtums sowie des künstlerischen Volksschaffens und der Volksmusik.

Schmerbach

Pumper

Der heute an der B88 gelegene, idyllische Ort wurde erst 1436 urkundlich erwähnt, als ein Besitzerwechsel der Burg Scharfenberg erfolgte. 1458 ging die Burg in den Besitz der Brüder Ueterodt über, die in der Folgezeit die Entwicklung des Ortes mit prägten. 1861 ist ein weiteres Jahr von historischer Bedeutung, als die Holztröge an den öffentlichen Brunnen durch steinerne ersetzt wurden. Das heute noch alljährlich am Pfingsten stattfindende Brunnenfest erinnert an dieses historische Datum. Eine weitere alte Tradition ist die Herstellung von Holzkohle. das in der ersten Juliwoche durchgeführte Köhlerfest pflegt dieses alte Handwerk. Die Festwoche ist Anziehungspunkt für viele Gäste, die rund um den Kohlenmeiler sitzenden die Herstellung von Holzkohle beobachten können. Das Ortsbild wird geprägt von den alten Laufbrunnen, die bei der Neugestaltung der Straßen und Plätze mit einbezogen wurden und als besonders gelungen eingeschätzt werden. Ein besonderes Beispiel ist die "Wintersteiner Straße", die als verkehrsberuhigter Bereich mit den integrierten Dorfteich und den Platz unter den Linden ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt geworden ist.

Winterstein

Holzbück (Holzböcke, Bezug auf Waldarbeit)

Winterstein wurde 1246 erstmalig urkundlich erwähnt, als ein Waldmann beim Vergleich um Grenzbezeichnungen als "Zeuge von Winterstein" auftritt. Seit 1349 werden die Herren von Wangenheim als Besitzer von Winterstein genannt. Sie wirken aktiv bei der Weiterentwicklung des Ortes mit. Zeugen aus dieser bewegten Geschichte sind heute im Schlosspark noch vorhanden, wie das Burgviertel mit Burgruine, der Wallgraben, der wohl in Deutschland einzigartige Grabstein unterhalb der Burgruine, der dem treuen Hund Stutzel gewidmet ist, die Vogtei, das Gutshaus und die Gutsscheune, die heute als Haus des Gastes genutzt wird. Der Ort kann auf eine fast 100-jährige Tradition als Erholungsort zurückblicken, das wird vor allem am Ortsbild ersichtlich. So sind im Dorfbereich viele gut erhaltene Fachwerkhäuser vorhanden, wobei die Gemeinde bei der Sanierung von kommunalen Gebäuden als Vorbild wirkte. Der Gestaltung der Flächen zwischen Kirche und Glockenturm sowie des Schlossplatzes wurde besondere Beachtung eingeräumt. Aber auch der Ausbau des Waldsportplatzes, der Neubau eines Kinderspielplatzes und die Errichtung eines Festplatzes im Sembachtal sind ein gelungener Beitrag zur Weiterentwicklung der Ortes.

Schwarzhausen

Bärärsche (Anspielung auf Beerensammlen); Duckmäuser (Eigenheit)

Der Ort Schwarzhausen hat eine 1200-jährige Geschichte und wurde 787 erstmals urkundlich erwähnt. Das adlige Geschlecht derer von Uetterodt hatte bereits 1393 Besitztümer. Das alte Schloss, heute ein Schulgebäude, stammt von 1699. Eine der Ortsgröße nicht entsprechend große Kirche aus dem Jahre 1505 sowie wunderschöne alte Fachwerkhäuser wie das "Alte Amt" oder das "Kaiserhaus", sind Zeugen aus der Vergangenheit. Die Struktur des Ortes wurde Jahrhunderte hinweg durch die Landwirtschaft geprägt. Der Strukturwandel wurde aufgrund der durch den Ort führenden Bundesstraße und damit günstigen Lage 1992/93 durch die Schaffung eines Gewerbegebietes vollzogen. Dabei wurde jedoch die Weiterentwicklung des Ortes auf kommunaler und privater Ebene nicht vernachlässigt und mit der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm realisiert.
Die Förderung trägt dazu bei, die historisch wertvolle Bausubstanz im Ortskern zu erhalten, ohne jedoch auf zeitgemäße Wohn- und Arbeitsbedingungen zu verzichten.